Schlachtmühle Jever

 

Mühlentechnik

Die Schlachtmühle wurde  1847 an ihrem heutigen Standort als Pell- und Mahlmühle errichtet. Bis 1846 war ihre Vorgängerin eine reine Perl-Graupen-Mühle gewesen. Nun wurde die Mühle mit zwei Pellgängen, einem Weizenmahlgang und einem Roggenmahlgang ausgestattet. Die Pell- oder "Pelde"-Mühlen stellten in früheren Jahrhunderten das Hauptnahrungsmittel der Landbevölkerung, die Gerstengraupen her, die auf den Herden oder noch früher auf dem offenen Feuer der bäuerlichen Küchen mit Buttermilch zu einem dickflüssigen Brei gekocht wurden.
Der Peldegang besteht aus nur einem Mahlstein, durch dessen Bewegung  das schubweise zugegebene Mahlgut gegen ein gelöchertes Riffelbrett geschlagen und abgepellt wird.
Der zusätzliche Einbau eines Roggenmahlganges und sogar eines extra Mahlganges zur Weizenmehlproduktion zeugt von den sich ändernden Ernährungsgewohnheiten auf dem Lande.
Zum Betreiben der Gallerieholländermühle müssen neben den Windbrettern Segel gesetzt werden.

Jeverländischer Altertums- und Heimatverein e.V.